Header Bild - ein wunderschöner Blick von einem natürlichen Sandstrand auf die Weite des Meeres, einen Sonnenuntergang und 2 Vögel am Himmel

Kategorie: Bewusstsein

Sammlung von interessanten Beiträgen aus dem Bereich Selbst-Reflexion und Intuitives Schreiben

  • Wir können nicht „nicht“ erfahren – Gedanken zur Erfahrungsenergie

    Wir können nicht „nicht“ erfahren – Gedanken zur Erfahrungsenergie

    Dieser Text möchte keine fertigen Antworten liefern. Ich teile hier meine Gedanken zu Erfahrung, Wahrnehmung und dem, was ich hier Erfahrungsenergie nenne. Vielleicht hast Du nach dem Lesen weniger Antworten als Fragen – und genau darin liegt seine Einladung. Wie gehst Du mit den Erfahrungen des Lebens um?

    Eine Frau schreitet durch eine Landschaft und erfährt ihr Leben

    Wir können nicht „nicht“ erfahren

    Ständig strömen Erfahrungen auf uns ein. Licht, das auf unsere Netzhaut trifft, Geräusche, die auf unsere Trommelfelle einwirken. Gerüche, Berührungen. Und sei es der Wind oder ein Luftzug auf unserer Haut. Der Druck der Unterlage, auf der wir sitzen. Die Berührung der Kleidung, die wir tragen. Wir sind ununterbrochen Empfindungen von „außen“ ausgesetzt. Und vielleicht können wir uns für eine Weile in uns zurückziehen, die Außenwelt völlig ausblenden, zum Beispiel in tiefer Meditation oder im Schlaf. Dann begegnen wir unseren inneren Eindrücken und Erfahrungen.

    Alles ist Energie. Licht ist Energie. Geräusche, Berührungen. Auch Gedanken sind Energie. Und wir nehmen diese Energie von „außen“ auf. Oder wir erleben unseren inneren Energiestrom.

    [Ich benutze hier die Worte „außen“ und „innen“, aber vielleicht gibt es dieses außen und innen gar nicht. Möglicherweise ist das, was unserer Meinung nach von außen kommt, eine Wiederspiegelung unserer inneren Energie. Reflektionen auf dem Strom von Energie in unserem Inneren.]

    Für das Konzept von Erfahrungen, das ich heute vorstellen möchte, genügt es, dass wir unser Leben in Form von Energie erfahren.

    Wir erleben also ständig Energie, in Form von Bildern, Geräuschen, Körpererfahrungen. Und auch Gefühlen und Gedanken. Diesem ständigen Strom von Energien sind wir ununterbrochen ausgesetzt. Die Energie fließt in uns hinein … und dann? Was passiert dann mit ihr?

    Verbraucht unser Körper diese Energie, um zu leben? Ich denke eher nicht. Unsere Zellen produzieren selbst Energie, und wenn alles gut läuft, produzieren sie genauso viel Energie, wie unser System für die täglichen Anforderungen braucht. Unser Körper regeneriert im Schlaf, also zu der Zeit, wenn die wenigsten „Erfahrungsenergie“ von uns aufgenommen wird. Möglicherweise unterstützt der Körper sogar dabei, ein Zuviel an Erfahrungsenergie abzubauen, z.B. in Form von Träumen.

    Wenn also unser System ständig Erfahrungsenergie aufnimmt, „empfängt“, was passiert damit? Sind wir riesige Speicher, die ein Leben lang Energie in sich ansammeln. Ja, ich denke, es gibt Menschen, die das tun. Aber ist das so geplant? Ist es gesund? Ich denke nicht. Ich glaube, Menschen, die zu viel Energie in sich ansammeln, werden krank. Vermutlich versucht der physische Körper, einen Teil der kreisenden Energie aus dem System zu nehmen, was vielleicht die Ursache für die eine oder andere Erkrankung sein könnte. Die Idee des Menschen als „Speicher für Erfahrungsenergie“ halte ich nicht für tragfähig. Vermutlich können wir eine gewisse Menge an Erfahrungsenergie speichern, aber wenn es zu viel wird, dürfte uns das eher schaden.

    Also, wohin mit der Energie, die wir ständig aufnehmen? Die Antwort ist einfach: wenn wir den Zustrom von Energie nicht stoppen (die Erde nicht anhalten) können und wenn wir wissen, dass wir als Großspeicher vermutlich nicht viel taugen – tja, dann muss sie wieder raus.

    Manche Menschen machen das ganz unbewusst richtig. Bewegungsnaturelle z.B., denen es ein innerliches Bedürfnis ist, sich zu bewegen, Sport zu machen, lange Wanderungen, Holz hacken. Ich glaube, Bewegung und Sport „ent-energetisieren“ uns, bauen empfangene Energie ab, lassen sie raus. Darum ist der Tipp, sich mehr zu bewegen, für viele Menschen ein guter Tipp.

    Ich glaube, dass man auch durch „Atmen“ Energie abbauen kann, wenn man sich mehr auf das Ausatmen als auf das Einatmen konzentriert. Das „Atmen“ ist ein so großes Thema, das füllt problemlos mehrere Bücher. Ich will hier noch ein paar Selbstversuche machen. Aber ja, ich denke, Atmen kann Energie abbauen helfen.

    Viele Menschen schwärmen geradezu von der positiven Auswirkung von Kaltwasseranwendungen bis hin zum Eisbaden. Ja, vielleicht kommt das auch daher, dass es überschüssige Erfahrungsenergie abbaut.

    Eine der einfachsten Möglichkeiten ist vermutlich, ein Projekt in die Tat umzusetzen oder etwas Kreatives zu erschaffen. Ich glaube, das wandelt Energie unmittelbar um und entlastet unser System.

    Es strömt ständig Energie in uns hinein! Etwas damit zu tun baut sie wieder ab. Das kann auch schlicht das Kochen eines Essens für die Familie sein. Vielleicht fühlen sich deshalb viele Menschen beim Kochen so zufrieden. Ein Zuviel an Erfahrungsenergie findet Ausdruck und fließt ab.

    Ich bin ein Büro-Arbeiter. Wenn ich genau hinfühle, dann baut sich bei mir in vielen Arbeitssituationen am Bildschirm keine Energie ab. Vor allem in Routine-Tätigkeiten nicht. Das heißt nicht, dass das bei anderen Menschen nicht völlig anders sein kann. Wenn ich einen Prozess entwickle oder verbessere oder ein Thema umfangreich erschließen kann – ja, dann hat das etwas Schöpferisches, ich fühle mich danach zufrieden.

    Ich glaube, das sind die Gefühle, die wir haben, wenn unser System von einem Zuviel an Erfahrungsenergie entlastet wurde.

    Wenn ich intuitiv schreibe, schreibe ich fast immer mit einem Stift auf physischem Papier (in ein Heft). Erfahrungsgemäß hilft mir das Schreiben mit der Hand, den „Energiefluss“ in Gang zu bringen, die Gedanken fließen zu lassen. Ins Fließen zu kommen. Und, vermutlich, überschüssige Erfahrungsenergie abzubauen.

    Wenn ich mein aktuelles Leben betrachte, und das vieler Menschen um mich herum, dann frage ich mich, wie viele unserer Probleme, sowohl gesellschaftlich-sozialer als auch gesundheitlicher Natur, möglicherweise von einem solchen Zuviel an Erfahrungsenergie in uns kommt. Selbst dann, wenn es sich vielleicht wie ein „zu wenig“ anfühlt. Wenn wir über Jahre mehr Energie aufnehmen, als wir abgeben, dann versucht vielleicht unser Körper, diesem Zuviel an Energie zu begegnen, indem er die eigene Energieproduktion herunterfährt, um das System nicht weiter anzufeuern. Das fühlt sich für uns körperlich dann wie Erschöpfung oder Kraftlosigkeit an. Auf der emotionalen oder energetischen Ebene sind wir aber vielleicht super voll und gestaut, weil die Energie nirgends hin kann.

    Computer und Handy scheinen mein System in jedem Fall weiter aufzuladen. Viel mehr Zufluss an Energie, mehr „Eindrücke“ als Abfluss und Verarbeitung.

    Was also tun? Wie können wir die in uns gespeicherte und vielleicht gestaute Erfahrungsenergie abbauen. Nicht jeder kann Holz hacken oder will jeden Tag 10 km laufen.

    Ja, ich glaube, mehr und vielleicht auch bewusstere Bewegung ist ein erster Schritt. Öfter Bücken (wenn möglich), öfter die Arme zur Decke strecken. Öfter Liegestütze gegen die Wand. Ich will mit Atmung experimentieren. Den Beitrag verlinke ich dann hier.

    Und ich habe begonnen, in der Meditation dieses „Zuviel“ an Energie bewusst zu fühlen, in Liebe umzuwandeln und in die Welt zu schicken. Ich weiß nicht, ob das hilft. Aber es tut mir gut und ich mag die Idee, „gute“ Energie mit anderen zu teilen.

    Ich werde berichten …

    Alles Liebe

  • Innere Integrität leben – zu sich stehen trotz Ablehnung

    Zu sich zu stehen, wenn andere ablehnend reagieren, ist für viele Menschen eine der größten inneren Herausforderungen. Besonders dann, wenn ein zentraler Lebensbereich von außen als „komisch“ oder befremdlich wahrgenommen wird. In diesem Beitrag geht es darum, warum das Verleugnen der eigenen Wahrheit die innere Einheit gefährdet – und weshalb Integrität langfristig wichtiger ist als Anpassung.

    Ich channele. Das ist auch heute noch nicht völlig alltäglich. Viele Leute wissen das nicht von mir. Dieser Text ist entstanden bei der Frage, ob es für mich in Ordnung ist, wenn sich das herumspricht.

    Was ist erlaubt?

    Regen. Nein, nicht im außen, im Inneren. Wenn ich mich frage, wo das Problem liegt, dann ist die Antwort ein Gefühl. Keine Worte. Das Gefühl scheint so komplex, dass ich es nicht ausdrücken kann.

    Was ich „sagen“ kann ist, dass es um genau diesen Ausdruck geht. Ausdruck in Worten. Und es geht um die Frage: „Was ist erlaubt?“. Und was nicht. Was bedeutet „nicht erlaubt“? Ich meine hier keine Gesetze, gegen die ich verstoße. Keine Geheimnisse, die ich ausplaudern würde. Es geht vielmehr um meine Wahrheit. Meine innere Wahrheit. Und mit „erlaubt“ meine ich wohl eher „akzeptiert“. Oder vielleicht sogar „gerade noch akzeptabel“. Für wen?

    Ich glaube nicht, dass es für uns wichtig ist, was ein einzelner Mensch auf der anderen Seite der Erde über uns denken würde. Wenn es um einen einzelnen Menschen geht, der uns wichtig ist, sieht die Sache schon anders aus. Auch was eine Menge von Menschen über uns oder unsere Worte denken, ist zumindest für mich schon relevant.

    Es ist schon kurios: Wenn ein einzelner Mensch z.B. aus dem Nachbarort, ein Mensch, den ich nicht kenne, etwas über mich denkt, so interessiert mich das nicht die Bohne. Wenn dieser Mensch es anderen Menschen erzählt, ist mir das immer noch ziemlich egal. Wenn die Menge von Menschen, die „es“ wissen, einen gewissen Schwellenwert erreicht, beginnt das Gefühl in mir schon zu kippen. Zumindest, wenn ich mir vorstelle, dass diese Menschen mich ablehnen für das, was ich gesagt habe. Es fühlt sich komisch an. Selbst dann, wenn das eine Menge von Menschen in einem Nachbarort ist, von denen ich vielleicht sogar nicht einen einzelnen kenne.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass einer dieser Menschen es jemandem in „meinem“ Dorf erzählt und es sich hier ebenfalls herumsprechen könnte, ja, dann fühle ich mich allmählich wirklich schlecht. Oder diese Information erreicht jemanden, den ich kenne oder mag, der mich aber „von dieser Seite“ bisher nicht kannte.

    Moment. Von dieser Seite? Habe ich mehrere Seiten und präsentiere sie je nachdem, mit wem ich zusammen bin? Ja, das tue ich tatsächlich. Ich zeige nicht jedem „alles“. Oder: ich mute nicht jedem alles zu. Warum eigentlich nicht?

    Einheit

    Ich habe die Idee in mir, „mich“ zu „einen“. Schon länger. Identitäten integrieren. Immer „ich selbst“ sein, egal in welcher Umgebung. Das heißt nicht, dass ich immer gleich sein will. Es heißt vielmehr, dass ich mir erlauben will, im Moment zu sein, ohne mein „Sein“ danach auszurichten, was meine Umgebung von mir erwartet.

    Oder von mir zu erwarten scheint. Denn wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung, was meine Umgebung von mir wirklich erwartet. Zumindest oft nicht. Ich rate dann. Und liege immer wieder daneben. Trotz reichlich Lebenserfahrung.

    Also: warum nicht so sein, wie ich in diesem Moment sein möchte? Unabhängig von den Erwartungen. Ich meine nicht, dass ich dann plötzlich anfangen will, alles auszudrücken, was mir in den Sinn kommt. Ich glaube nicht, dass ich dann mehr ich selbst wäre, als ich es jetzt bin. Wenn ich Gefühle in Handlungen ausdrücke, sie quasi auslebe, dann bin ich vielleicht meine Gefühle. Aber nicht ich. Ich konzentriere mich dann auf einen wirklich kleinen Teil meiner Selbst (oder meines Selbst) und lasse den „Rest“ von mir irgendwo verschwinden. Es ist in Ordnung, meine Gefühle zu fühlen. Und vielleicht will ich sie auch ausdrücken. Aber dann als Ganzes, als das Selbst, das ich bin. Und das aktuelle Gefühl ist nur ein Teil von mir.

    Zurück zum „Einen“. Ich will meine Identitäten einen, will ich Selbst sein. Ein Selbst. Ist es dann noch möglich, dem einen die eine Seite zu zeigen und dem anderen die andere Seite? Vermutlich schon. Selbst eine kleine Insel würde, aus unterschiedlichen Richtungen betrachtet, anders aussehen, andere „Seiten“ zeigen. Nur, dass diese Seiten immer gleich aussehen würden, egal, welcher Beobachter sie betrachtet. Die Seiten wären nach wie vor verschieden.

    Erlaubt

    Unter diesem Blickwinkel: Was ist erlaubt? Möglicherweise alles, was nicht absichtsvoll verletzen oder schaden will. Möglicherweise alles, was mit „guten Absichten“ gesagt wird. Und natürlich soll es gegen kein Gesetz verstoßen. Da bleibt noch eine ganze Menge.

    Und dennoch wird möglicherweise vieles von dem, was ich sagen will, bei einigen Menschen auf Ablehnung stoßen. Denn es wird an den Glaubenssystemen der Menschen rütteln und sie auffordern, das, was sie für möglich halten, zu hinterfragen. Vielleicht ist die Welt viel größer, als wir glauben. Vielleicht ist sie größer, als wir uns vorstellen können. Und vielleicht tun sich manche von uns schwerer, ihre Glaubenssysteme zu erweitern als andere. Witzigerweise tue ich mir tatsächlich auch ziemlich schwer damit. Ich weiß also, wovon ich rede.

    Wenn ihr also diese Texte in meinen Blogs lest, und es euch stört oder aufbringt, was ihr dort lest, dann nehmt wahr, dass gerade einfach nur an einem Glaubenssystem gerüttelt wurde, an eurer „Weite“. Das ist kein Problem. Ihr könnt abschalten, weiter blättern, schnell wieder vergessen. Oder ihr könnt euch damit beschäftigen. Zum Beispiel indem ihr es anderen erzählt. Und ja, auch darüber zu „lästern“ ist eine Art von Beschäftigung, wenn auch nicht meine bevorzugte. Und wenn alles gut läuft, dann hat das, was ihr gelesen habt, euer Glaubenssystem zumindest ein bisschen geöffnet. Jeder Tick zählt. Und dabei ist es nicht einmal wichtig, ob diese Öffnung dazu führt, dass ihr mir „glaubt“. Es genügt völlig, wenn euer System sich ein bisschen weitet. „Mehr“ für möglich hält.

    Und wie gehe ich mit er potentiellen „Ablehnung“ um, dem Wissen, dass ich vermutlich Erwartungen weniger entsprechen werde als bisher? Nun, möglicherweise ist das der Preis, den wir alle zahlen, wenn wir „eins“ werden, wenn wir den oder die leben, die wir wirklich sind. Ich bemerke, dass mein Mitgefühl größer wird. Es gibt viele Menschen da draußen, die nicht ihr Selbst leben, weil sie meinen, sich nicht zumuten zu können. Weil sie Angst vor Ablehnung oder sogar Isolation haben.

    In diesem Beitrag beschreibe ich meine Bedenken, die Richtung, aus der ich komme. Die „Lösung“ dieser Bedenken ist viel einfacher, als es scheinen mag:

    Liebe Dich Selbst. Liebe Dein Selbst.

    Und obwohl sie von der Idee her so einfach ist, ist die Umsetzung manchmal durchaus eine Herausforderung. Darum, um diese Herausforderung, soll es in diesem Blog hauptsächlich gehen. In anderen Beiträgen.

    Danke, dass Du das gelesen hast. Ich wünsche Dir, das Du erkennst, dass die Liebe Gottes immer bei Dir ist. Immer. Und jetzt hast Du auch noch die Strahlen der Liebe meines Selbst. Mögen sie Dich wärmen und nähren. Danke.

    31.12.2025

  • Gnade und Selbstliebe verstehen – wenn Liebe nicht bewertet

    Gnade und Selbstliebe verstehen – wenn Liebe nicht bewertet

    Die Vorstellung, dass GOTT gnädig ist, haben wir alle schon gehört. Ob Gottes Liebe und Gnade tatsächlich unabhängig von Leistung oder Bewertung sind, können wir nicht wissen. Der folgende Text geht von dieser Annahme aus und betrachtet die Frage aus einem anderen Blickwinkel: Was geschieht, wenn wir unsere eigene Haltung verändern und uns selbst und anderen mit derselben Liebe und Gnade begegnen, die wir uns von GOTT wünschen?

    Eine wunderschöne rote Blume auf einem grünen Blätter-Bett

    GOTT ist gnädigsei gnädig zu Dir selbst und zu anderen

    GOTT ist gnädig. Immer. Zu jeder Zeit. Zu jedem von uns. Ohne Ansehen der Person oder ihrer Taten. 

    Wenn Du schon mehr von meiner Seite gelesen hast, dann weißt Du, dass ich den Begriff „GOTT“ nicht als Person meine und dass ich damit keine anderen Namen und Begriffe für das Wunder des Lichtes und der Liebe ausschließen will, Namen wie „Licht und Liebe“, „Alles was ist“, „das Universum“, „die Schöpfung“. Ich schließe auch keine Vorstellungen aus, die andere Nationen oder Kulturen GOTT geben. 

    An etwas Höheres zu glauben tut uns gut. Meiner Ansicht nach ist es im Rahmen einer spirituellen Entwicklung unumgänglich. Doch allzu oft personalisieren wir dieses GÖTTLICHE. Wir stellen uns eine große Vater- oder Mutterfigur vor und versehen ihn oder sie mit menschlichen Eigenschaften. Und dann versuchen wir, uns so zu verhalten, wie wir glauben, dass GOTT es möchte.

    Aber was, wenn GOTT uns liebt, egal was wir tun? Was, wenn seine / ihre Liebe so groß und allumfassend ist, dass sie im Stande ist, einem Mörder die gleiche Liebe entgegenzubringen wie einem Heiligen. Was, wenn diese Liebe einfach IST?

    Was, wenn GOTT uns nicht bewertet nach dem, was wir tun oder glauben zu tun. Und anders herum: Können wir aufhören, GOTT nach unseren Maßstäben zu „bewerten“? Können wir die Konstanz der Liebe und die Tragkraft der Existenz GOTTES überhaupt begreifen?

    Als ich heute früh aufgewacht bin, dachte ich an einen Geschäftspartner, der ein hohes Ziel hatte und es konsequent verfolgte. Das Ziel an sich erschien mir lobenswert. Seine technische Entwicklung war gut. Sein Produkt funktionierte am Markt und war sein Geld wert. Doch die Art, wie er seine Ziele verfolgte, schien mir „gnadenlos“. Vermutlich geschahen seine Aktionen nicht ganz freiwillig. Um sein Ziel zu erreichen, musste er im Markt vorwärtskommen, Schwierigkeiten überwinden, Finanzen beachten, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner und Mitarbeiter zufriedenstellen. Sicher könnte jemand einwenden, dass er möglicherweise sehr strikt agieren muss, wenn er sein Ziel in einem schwierigen Markt erreichen will.

    Ist es das, worum es im Leben geht? Sich ein Ziel zu setzen und es zu erreichen? Mir ist bewusst, dass ich seine Handlungsweise als „gnadenlos“ empfinde, weil ich selbst Zeiten in meinem Leben hatte, in denen ich gnadenlos agiert habe. Du kannst nur das im anderen sehen, was Du auch in Dir selbst hast! Geht es darum, Ziele zu erreichen?

    Und tun wir mal für einen Moment so, als wäre dieses „gnadenlos“, das ich bei ihm wahrgenommen habe, nicht nur eine Wiederspiegelung einer Eigenschaft in meinem Inneren, sondern tatsächlich etwas, das er lebt – wird GOTT ihn deshalb weniger lieben? Wird GOTT mich weniger lieben, weil ich irgendwann einmal genauso agiert habe? Und würde ich mir wünschen, dass GOTT ihn straft, weil er nicht in der Liebe lebt? 

    Wenn ich sehr egoistisch bin, aber im Hinterkopf behalte, dass jede Behandlung auf alle Menschen gleichermaßen zutrifft – würde ich dann nicht sofort wollen, dass GOTT ihm vergibt, auf der Stelle. Würde ich nicht wollen, dass GOTT ihn liebt, über alle Maßen. Würde ich mir nicht wünschen, dass dieser Mensch sich geliebt fühlt und GOTTES Liebe sehr viel positives in seinem Leben bewirkt. 

    Wenn allen Menschen gleich geschieht, und davon bin ich fest überzeugt, dann kann ich mir doch nur das Beste für diesen und jeden anderen Menschen wünschen. Denn wenn GOTT allen Menschen die gleiche Liebe entgegen bringt, ist dann Liebe für andere nicht die natürliche Folge. 

    Und wenn vielleicht diese Liebe schon da ist, bei diesem Menschen und bei allen anderen – woran liegt es, dass ich sie nicht fühlen kann. Es heißt, GOTT ist Liebe. Kann es sein, dass ich das Nadelöhr bin. Kann ich vielleicht nur soviel Liebe aufnehmen, wie ich gerade für andere zulassen kann? Ist meine Fähigkeit zu lieben vielleicht der Maßstab, in dem mein System Liebe aufnimmt.

    Kann ich gnädig zu mir sein, so gnädig wie GOTT es sicher ist? Kann ich Liebe für andere Menschen wünschen und zulassen? Kann ich damit meine eigene Fähigkeit, Liebe anzunehmen, vergrößern und die Liebe GOTTES, die vor meiner Tür wartet und unablässig um Einlass bittet, in einem größeren Ausmaß in mein Haus lassen?

    Sei gnädig zu Dir selbst und zu anderen. Es könnte das Maß sein, in dem Du die Liebe GOTTES annehmen kannst. Diese Liebe ist so wundervoll, dass es keine Worte gibt sie zu beschreiben. Glaube mir, Du willst sie in Dein Haus lassen. Öffne die Türe weit, damit sie eintreten kann. Sei großzügig und voller Gnade, und wünsche Dir Gnade und Liebe auch für andere Menschen. Und Du wirst erfahren, wie es ist, mehr von GOTTES Liebe zu erfahren. 

    Ich wünsche Dir alles Glück der Welt und ganz viel Liebe in Deinem weit geöffneten Herzen. 

    Dezember 2025

  • Intuitives Schreiben

    Am Anfang des Ausdrucks steht der Mut. Mut, uns zu zeigen, wie wir sind. Ich bin. Also habe ich das Bedürfnis, mich auszudrücken. Mich. Welches ich? Ich werde still und lausche in mich hinein. Welches Chakra will sprechen? Ich schreibe. Der Körper schreibt. Geführt von einer unsichtbaren Hand. In Eile, die Wörter so schnell zu schreiben, wie sie kommen. Keine Zensur. Keine Scham. Keine Kontrolle. Das kann alles später kommen. Was will gesagt werden?

    Schmerz. In meinem Hals. Zu oft wurde mir der Mund verboten. Und schlimmer: Noch öfter habe ich mir den Mund, den Ausdruck, verboten. Wenn ich „Gutes“ schreibe, so ist es zu euphorisch. Schreibe ich persönliches, so ist es verletzend. Irgendwer leidet immer. Aber wie will ich lernen, wenn ich von Anfang an ein Meister sein soll? Üben bedeutet, Fehler zu machen. Das gilt für uns alle. Es betrifft jeden von uns.

    Doch jetzt ist es genug. Kein Schweigen mehr. Ich will den Ausdruck. Ich will mich ausdrücken. Das ausdrücken, was tief in mir ist und nach außen drängt. Wenn Dir nicht gefällt. was ich schreibe, dann lese es nicht. Es ist schwerer, die Ohren vor Gesagtem zu verschließen, aber es ist leicht, nicht zu lesen, was Dir nicht gefällt. Und wenn es zu spät ist – fühle, dass ich es gut meine und meine Liebe mit Dir ist. Das ist das Schöne daran: Wenn ich schreibe, wandelt sich der Schmerz in meinem Inneren in ein Meer von Liebe.

    Ja: Mir ist die Liebe wichtiger als der Schmerz. Das Ende des Aushaltens. Der Beginn des Ausdrucks. Keine auferlegte Stille. Kein erzwungenes Schweigen. Zumindest für den Moment. Mag es morgen anders sein. Heute ist es so.

    Es lebe die Freiheit des Ausdrucks. Es lebe die Wandlung von Schmerz zu Freude. Mögest Du Freude empfinden, wenn Du das liest. Ich zumindest habe sie in diese Zeilen gepackt. Ich mag schreiben, doch was bin ich ohne den Leser? Das gilt für unser ganzes Leben. Wir mögen uns ausdrücken, doch was sind wir ohne die, die es bemerken. Mögest Du bemerkt und geliebt werden. Mögest Du glücklich sein in und mit Deinem Ausdruck. Möge Dir mein Ausdruck gefallen.

    Danke fürs Lesen. Danke.

    08.12.2025

  • Zerstörung

    Wie die Veränderung begann: Ich stehe auf einem Absatz in der Felswand, …

    … etwa einen großen Baum hoch über dem Boden. Vielleicht ist es auch etwas höher. Das ist schwer einzuschätzen, denn Bäume gibt es hier nicht mehr. Früher vielleicht, heute nicht. Von dem Absatz der Felswand aus schaue ich auf eine Ebene. Hier war früher eine lebhafte Stadt. Eine Stadt der Neuzeit, mit Beton, Metall, Straßen und viel grau. Aber neben dem Grau gab es vermutlich auch Farben. Und Leben. Geblieben ist das Grau. 

    Als ich das erste Mal hier war, spannte sich über dem Ort noch eine Kuppel. Innerhalb der Kuppel war es dunkel, so dass man ohne künstliches Licht nicht viel sehen konnte. Das Licht meines Handys reichte nicht weit. Von meinem Absatz aus führt eine Treppe rechter Hand nach unten in die Ebene hinein. Ich stieg vorsichtig die Treppen hinunter und beleutete meinen Weg mit dem Handy. Ich sah Eisenträger aus dem Boden ragen, Risse im Beton vor mir, Trümmer überall. Kaum etwas war höher als 2 Meter. Es war still, gespennstisch und dunkel. Ich fand kein lebenszeichen. Auch kein Todeszeichen. Einfach nur Zerstörung, Leere und grau.

    Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es bei meinem ersten oder beim zweiten Besuch war, aber ich bat meine geistigen Helfer, hier etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen. Meine Geistführer versicherten sich, dass es wirklich das ist, was ich will. Und dann kamen Scharen von Engeln herbei und rissen an der Kuppel. Trümmer stürzten herab und gesellten sich zu den Trümmern, die sowieso schon ab Boden lagen. Mit jedem Loch in der Kuppel kam mehr düsteres, dünnes Licht in die Stadt. Und zusammen mit dem Licht kam ein starker, kalter, schneidender Wind. Meine Helfer fragten, ob sie weitermachen sollten. Ich bejahte, es vielen mehr Trümmer, es gab mehr Licht und das Ausmaß der Zerstörung wurde immer deutlicher sichtbar.

    Zerstörung

    Vor mir erstreckte sich eine Fläche etwa so groß wie eine Stadt, die vielleicht 1000 Einwohner fassen könnte. Genau genommen ist das noch keine Stadt, aber das grau, das viele Metall, das aus den Trümmern ragte, der viele Beton, das mutete so an, als wäre hier früher eine Stadt gewesen. Tatsächlich weiß ich nicht, was hier früher einmal war. Oder was es wieder werden könnte. Dunkel habe ich Erinnerungen an eine blühende Landschaft mit viel Sonne und freundlichen Menschen. Jetzt sehe ich nur Trümmer. 

    Der Wind rüttelt an meiner Kleidung und fühlt sich beißend an auf meiner Haut. Und er ist so stark, dass er Staub aufwirbelt und leichtere Teile auch schon mal nach oben schleudert. Ich sehe Papierfetzen und etwas, das aussieht wie alte Blätter. Und jetzt, bei dem schwachen Licht, das jetzt durch die Löcher der Kuppel scheint, sehe ich auch etwas, das früher einmal Bäume gewesen sein könnten, Heute sind es nur graue Stümpfe, die aus den Trümmern ragen. Keine Menschen. Keine Tiere. Auch keine toten. Vielleicht konnten alle die Stadt verlassen, bevor sich ereignet hat, was immer hier passiert ist.

    Bei diesem Besuch bat ich mein Helferteam, noch weiter an der Stadt, an dem Einriß der Kuppel zu arbeiten. Sie waren nicht sicher. Der Wind würde dann noch stärker werden. Dennoch schien hier Licht zu fehlen. Ja, am meisten fehlte mir das Licht an diesem dunklen Ort. Sie arbeiteten noch ein paar Tage an der Kuppel, dann ließen sie mich wissen, dass sie nicht mehr tun könnten.  

    Weitere Besuche

    Ich kam noch ein paarmal an diesen Ort. Nicht zu oft. Es fühlte sich deprimierend an, hier zu sein. Aber gelegentlich sammelte ich meinen Mut zusammen und kam hierher. Immer begann der Besuch auf der Plattform in der Felswand. Dann ging ich die Treppe rechts hinunter. Ich lief durch die Zerstörung, und stets gesellten sich ein paar Engel zu mir. Ohne sie hätte ich mich hier vermutlich in der Düsternis des Ortes verloren. Ich versuchte, Liebe auszustrahlen, wartete auf Inspirationen oder schlicht auf Veränderungen des Ortes selbst, jetzt, wo das Licht hineinscheinen konnte. Vielleicht brauchte es bloß Zeit. 

    Aber auch nach mehreren Besuchen innerhalb von vielen Wochen hatte sich nichts geändert. Zeit schien nicht der Schlüssel zu sein. Vielleicht wurde es sogar schlimmer, weil der Wind den Ort auszulaugen schien. Die Kuppel hatte den Ort in Dunkelheit getaucht, aber sie hatte ihn auch vor dem Wind geschützt. Jetzt lag er ungeschützt da und war den Elementen ausgesetzt. Ich empfand die Besuche so deprimierend, dass ich eine Zeitlang nicht mehr hierher kommen wollte. 

    Doch lange konnte ich das nicht. Der Ort schien mich zu rufen. Und mein Gefühl sagte mir, wenn ich gesund werden wollte, so müßte ich diesem Ruf folgen.

    Ein neuer Blickwinkel

    Heute morgen war ich wieder dort. Und wie immer begann es in der Steinwand. Kaum etwas hatte sich geändert. Vielleicht konnte ich etwas mehr dünne Sonnenstrahlen durch die Löcher in der Kuppel sehen, etwas mehr gelb als das übliche grau, so als würde außerhalb der Kuppel ein strahlender Sommertag seinen Lauf nehmen. Im meinem Leben hatte gerade der Winter begonnen. Doch hier, außerhalb der Kuppel, schien womöglich die Sonne und gab alles. Ich ging, wie immer, rechts die Treppe hinunter und begann meinen Weg durch die Stadt. Und wie immer fühlte ich mich deprimiert angesichts der Trostlosigkeit und der Zerstörung.

    Dennoch war ich noch hier. Ich konnte noch durch die Stadt laufen. Sicher ein Grund, dankbar zu sein. Und ich hatte mir selbst versprochen, immer wieder glücklich zu sein. Glück ist etwas, das im Inneren stattfindet. Es braucht keinen Anlass von außen. Es ist nicht ganz einfach, unter allen Umständen glücklich zu sein, aber genau das hatte ich mir vorgenommen, insbesondere unter deprimierenden Umständen. Also begann ich, Dankbarkeit zu fühlen und soviel Glück zuzulassen, wie ich gerade konnte. 

    Das gelb der dünnen Sonnenstrahlen, die durch das grau und den vom Wind aufgewirbelten Staub gerade so zu mir durchdringen konnten, schien sich ein wenig zu verstärken. Und dann setzte ich mich genau an die Stelle, an der ich mich befand, und begann, mich intensiver auf die Gefühle der Dankbarkeit und des Glückes einzulassen.

    Die Engel und Geistführer, die mich begleiteten, erinnerten mich, dass ich hier nicht allein meditieren mußte. Ich konnte mir mehr geistige Helfer aus anderen Dimensionen erbitten. Und kurze Zeit später schien die Stadt voll zu sein von Engeln und geistigen Helfern, die inmitten der Trümmer saßen und mit mir meditierten. Licht durchströmte die Stadt, nicht so sehr Licht von außerhalb der Kuppel, vielmehr Licht der Herzen und Leiber der vielen geistigen Helfer. Ich fühlte mich emporgehoben durch den Anstieg der Intensität der Meditation. Meine Dankbarkeit wurde um so vieles stärker, und mein Glück erhob sich auf eine andere Ebene, weg vom körperlich irdischen, hin zu einer Dimension der Wahrheit, die nicht irdisch ist. 

    Und der Wind beruhigte sich. So oft ich hier gewesen war – seit dem Öffnen der Kuppel war der Wind ein ständiger Begleiter dieser Ebene, dieser Stadt. Doch heute beruhigte er sich. Der Staub legte sich. Umrisse wurden klarer. Die Zerstörung ist immer noch die selbe, doch jetzt schien der Wind nicht mehr alle Lebenskraft hinwegzutragen, die die Tendenz hat, sich von allein an verlassenen Orten anzusammeln und diese neu zu besiedeln. Der Wind hatte bisher Leben in dieser Öde verhindert. Jetzt, in der Stille, waren Energiefäden von neuem Leben fast spürbar. Nicht sichtbar, und ich wußte auch nicht, ob diese neue Tendenz von Dauer wäre, aber sie waren spürbar, zumindest im Moment.

    Veränderung

    Veränderung ist die einzige Konstante im Leben, zumindest in dieser irdischen Dimension. Und heute hatte ich auch hier zum ersten Mal das Gefühl, dass es weitergehen darf. Meine Geistführer ließen mich wissen, dass die Schar der Engel und Geistführer weiterhin an diesem Ort meditieren würden, auch in meiner Abwesenheit. Allerdings kann ihr Engagement nur so stark sein wie die Wichtigkeit, die ich meinen Besuchen in der Stadt gebe. Das himmlische Gesetz des freien Willen läßt es nicht anders zu. 

    Auch jetzt, Stunden später, bin ich noch voller Dankbarkeit über die Veränderung, die ich erleben durfte an dem düstersten Ort, an dem ich in diesem Leben bisher war. Oder an den ich mich erinnere. Jetzt gerade erlebe ich mich voller Klarheit und Zuversicht. Mir wurde bewußt, dass ich möglicherweise seit Jahren für tiefe Gefühle in meinem Inneren keinen passenden Ausdruck mehr gefunden hatte. Das war gar nicht so sehr Absicht, ich denke, es hat sich im Lauf der Zeit einfach so eingeschlichen. Oder vielleicht ist ausgeschlichen das bessere Wort. 

    Möglicherweise hat eine Implosion meiner Gefühle zu der Zerstörung an diesem Ort hier geführt, der früher vielleicht voller Leben war. Ich weiß nicht, ob ich mich in diesem Leben noch erinnern werde, aber ich weiß, dass ich wieder hierher kommen werde und mit den Engeln, Geisthelfern, Meistern und Lehrern hier meditieren werde, voller Dankbarkeit für ihre Unterstützung und voller Glück, dass ich noch hierher kommen kann. Und ich hoffe sehr, dass diese gemeinsame Meditation den Ort hier ändern wird. 

    Ich werde berichten …

    November 2025

  • Leistung

    Und was

    wenn es wirklich nicht darum geht, Leistung zu erbringen

    Also, wirklich nicht! Wenn der Wunsch nach Leistung an sich schon ein Schritt ist, der vom Weg wegführt. Wenn die Idee von Leistung bereits das Ego in den Vordergrund stellt.

    Was würde wohl passieren, wenn wir den Fokus wegschieben von „Leistung erbringen“ auf „Glück empfinden“? Glück empfinden in jedem Moment, egal, was der Moment gerade bringt. 

    Hast Du jemals daran gedacht, das auszuprobieren? Es gibt die Momente, in denen das Glück ganz nahe ist. Oder zumindest Zufriedenheit. Du stehst da und Dir wird bewusst, dass Du alles hast, was Du brauchst. Ein Dach über dem Kopf, es ist warm, Du hast gegessen. Es ist niemand da, der Dich ärgert. Vielleicht ist jemand da, der Dich erfreut. Dein Körper fühlt sich ok oder sogar gut an. Bist Du jetzt glücklich? Wenn Du nicht innehältst und Dir Dein Glück bewusst machst, bist Du möglicherweise nicht glücklich. Der Moment vergeht, das Leben geht weiter. Oder Du hältst inne und bist bewusst glücklich. In so einem Moment ist das nicht allzu schwierig.

    Und dann gibt es diese anderen Momente. Vielleicht hat Dich jemand gerade geärgert. Du fühlst Dich gestresst oder müde. Überfordert. Oder Dein Körper spielt nicht so mit, wie Du Dir das vorstellst. Vielleicht bist Du krank. Vielleicht sogar schwer krank. Und dabei musst Du doch noch … Oder Du wolltest zumindest noch … Ja, was? Ein Ziel erreichen? Jemand anderen oder Dich selbst zufrieden stellen? Eine Erwartung erfüllen?

    Und was, wenn Du jetzt innehältst. In diesem Moment der Unzufriedenheit, des Ärgers, der Müdigkeit, der Überforderung, des Schmerzes, der Hilflosigkeit, der Hoffnungslosigkeit. Wenn Du jetzt innehältst und alle Gedanken an eine Vergangenheit oder an eine Zukunft beiseite legst, vielleicht nur für einen Moment. Dann schaue auf Dich und erlaube Dir, glücklich zu sein. Erlaube es Dir einfach. Schau Dir den Ärger an und sei glücklich. Bemerke die Müdigkeit oder Überforderung und sei glücklich. Bemerke den Schmerz, und lass soviel Raum in Dir, dass neben dem Schmerz auch das Gefühl von Glücklichsein noch Platz hat. Bemerke, dass Du die Hilflosigkeit, die Hoffnungslosigkeit bemerken kannst. Wenn Du das bemerken kannst, kannst Du auch Glück bemerken.

    Und was, wenn Du den Gedanken, dass Leistung wichtig ist für Dich, weiter untersuchst. Was hat er Dir bisher gebracht im Leben? Auf welche Wege hat er Dich geführt. Sind das die Wege, die Du weitergehen möchtest? Ich sage nicht, dass Du keine Leistung bringen kannst. Es geht eher darum, wie wichtig Dir das ist. Manchmal ergibt sich Leistung ganz nebenbei. Und ein andermal erscheint es Dir lebenswichtig, etwas bestimmtes zu erreichen. Ist es wirklich „lebenswichtig“? Was verpasst Du, wenn Du alles auf dieses eine Ziel ausrichtest? 

    Und was wäre, wenn es wirklich völlig in Ordnung wäre, einfach nur Spaß zu haben? Du befindest Dich in der Arbeit, tust, wofür Du bezahlt wirst, und entscheidest Dich dafür, dass das ok ist. Es braucht nicht mehr. Kein „Extra“ oben drauf. Nichts besonderes. Es ist einfach ok. Du tust Deine Arbeit und genießt, dass Du eine Arbeit hast, und wenn die Zeit um ist, hörst Du auf, sie zu tun. Dann gehst Du nach Hause und auf dem Weg beschließt Du, dass Du es genießt, den Weg zu gehen. Vielleicht überlegst Du Dir sogar, wie Du noch etwas mehr Freude auf Deinem Weg haben könntest. Vielleicht lächelst Du auf dem Weg, weil sich das gut anfühlt. Und Du kommst nach Hause und der Haushalt wartet auf Dich. Niemand hat ihn in Deiner Abwesenheit gemacht. Und Du beschließt, dass Du Dir jetzt einen Tee machst, Dich ans Fenster setzt und hinausschaust. Zur Ruhe kommst und „Glück“ zulässt. Und dann erkennst Du, dass Du das Glück auch beim Aufräumen zulassen kannst. 

    Vielleicht ist es wirklich nicht wichtig, uns auf Leistung auszurichten. Vielleicht ist es nicht wichtig, was wir tun. Noch nicht einmal, warum wir es tun. Vielleicht ist es nicht wichtig, dass wir etwas besonderes leisten. Oder jemand besonderer werden. Vielleicht ist alles viel einfacher, als wir dachten. Vielleicht geht es wirklich nur darum, zu erkennen, dass jeder Moment die Möglichkeit bietet, Glück zu fühlen. Jeder. Sofort. 

    Genieße es.

    Oktober 2025

  • Gedicht ‚Wachstum‘

    Wenn draußen die Sonne lacht, und mein Herz traurig ist,

    wenn draußen das Leben feiert, und die Schwere mir schier die Flügel bricht,

    wenn Tränen an die Oberfläche drängen, und die Kontrolle um ihre Berechtigung ringt,

    wenn das Scheitern umfassend erscheint …

    und eine Stimme in mir sagt:

    ‚Sei lieb zu dir selbst. Gerade jetzt.‘

    Dann ist die Wahrheit nicht mehr fern.

    Wachstum geschieht.

    Komme zu Dir.

    Komm nach Hause.

    Herbst 2014

  • Heilung ist immer da

    Heilung ist immer da. Sie ist immer um uns herum. Wir sind es, die die Mauern aufbauen und aufrechterhalten. Und dann wundern wir uns, weshalb wir nicht gesund werden. Und fühlen uns einsam und verlassen.

    Dabei wartet hinter dieser Mauer ein Heer von Wesen, die uns lieben. Die uns unterstützen, die Hand reichen und uns zur Gesundung tragen. Zur Heil-Werdung. Alles, was es braucht, ist unsere Bereitschaft.

    Ich bin kein treuer Anhänger einer Kirche. Ich bevorzuge es, an Christi Lehre der Liebe zu glauben. Und dazu passt dieser Spruch gut:

    Bittet, so wird euch gegeben werden. Fragt an, so wird euch aufgetan.

    (freie Abwandlung des Textes aus Matthaeus 7:7).

    Jeder von uns kann seine Hände um ein Glas Wasser legen und Gott (Mutter-Vater-Gott, Christus, Maria, ein aufgestiegenes Wesen, das er ehrt) bitten, durch eure Hände genau die Energie ins Wasser fließen zu lassen, die ihr jetzt braucht, um heil zu werden. In der Zeit, die für euch genau die richtige ist. Trinkt das Wasser, und dann vertraut. Oder legt euch eure Hände auf und bittet um Heilenergie durch eure Hände. Es gibt 1000 andere Wege.

    Bitte achtet darauf, wen ihr bittet. Bittet ein Wesen der Liebe und der Heilung. Und dann lasst los. Ihr habt gebeten. Es wird euch gegeben werden. In der für euch richtigen Zeit.

    Wenn die helfenden Hände nach euch greifen, dann schickt sie nicht fort. Heilung vollzieht sich vielleicht anders, als ihr erwartet. Für mich ist das der schwerste Schritt. Anzunehmen. Zu lassen. Zu-lassen.

    Wir sind hier, um Erfahrungen zu machen. Erlaubt euch, dass eure Erfahrungen lichtvoll sind.

    Januar 2013