Header Bild - ein wunderschöner Blick von einem natürlichen Sandstrand auf die Weite des Meeres, einen Sonnenuntergang und 2 Vögel am Himmel

Schlagwort: EINHEIT

  • Innere Integrität leben – zu sich stehen trotz Ablehnung

    Zu sich zu stehen, wenn andere ablehnend reagieren, ist für viele Menschen eine der größten inneren Herausforderungen. Besonders dann, wenn ein zentraler Lebensbereich von außen als „komisch“ oder befremdlich wahrgenommen wird. In diesem Beitrag geht es darum, warum das Verleugnen der eigenen Wahrheit die innere Einheit gefährdet – und weshalb Integrität langfristig wichtiger ist als Anpassung.

    Ich channele. Das ist auch heute noch nicht völlig alltäglich. Viele Leute wissen das nicht von mir. Dieser Text ist entstanden bei der Frage, ob es für mich in Ordnung ist, wenn sich das herumspricht.

    Was ist erlaubt?

    Regen. Nein, nicht im außen, im Inneren. Wenn ich mich frage, wo das Problem liegt, dann ist die Antwort ein Gefühl. Keine Worte. Das Gefühl scheint so komplex, dass ich es nicht ausdrücken kann.

    Was ich „sagen“ kann ist, dass es um genau diesen Ausdruck geht. Ausdruck in Worten. Und es geht um die Frage: „Was ist erlaubt?“. Und was nicht. Was bedeutet „nicht erlaubt“? Ich meine hier keine Gesetze, gegen die ich verstoße. Keine Geheimnisse, die ich ausplaudern würde. Es geht vielmehr um meine Wahrheit. Meine innere Wahrheit. Und mit „erlaubt“ meine ich wohl eher „akzeptiert“. Oder vielleicht sogar „gerade noch akzeptabel“. Für wen?

    Ich glaube nicht, dass es für uns wichtig ist, was ein einzelner Mensch auf der anderen Seite der Erde über uns denken würde. Wenn es um einen einzelnen Menschen geht, der uns wichtig ist, sieht die Sache schon anders aus. Auch was eine Menge von Menschen über uns oder unsere Worte denken, ist zumindest für mich schon relevant.

    Es ist schon kurios: Wenn ein einzelner Mensch z.B. aus dem Nachbarort, ein Mensch, den ich nicht kenne, etwas über mich denkt, so interessiert mich das nicht die Bohne. Wenn dieser Mensch es anderen Menschen erzählt, ist mir das immer noch ziemlich egal. Wenn die Menge von Menschen, die „es“ wissen, einen gewissen Schwellenwert erreicht, beginnt das Gefühl in mir schon zu kippen. Zumindest, wenn ich mir vorstelle, dass diese Menschen mich ablehnen für das, was ich gesagt habe. Es fühlt sich komisch an. Selbst dann, wenn das eine Menge von Menschen in einem Nachbarort ist, von denen ich vielleicht sogar nicht einen einzelnen kenne.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass einer dieser Menschen es jemandem in „meinem“ Dorf erzählt und es sich hier ebenfalls herumsprechen könnte, ja, dann fühle ich mich allmählich wirklich schlecht. Oder diese Information erreicht jemanden, den ich kenne oder mag, der mich aber „von dieser Seite“ bisher nicht kannte.

    Moment. Von dieser Seite? Habe ich mehrere Seiten und präsentiere sie je nachdem, mit wem ich zusammen bin? Ja, das tue ich tatsächlich. Ich zeige nicht jedem „alles“. Oder: ich mute nicht jedem alles zu. Warum eigentlich nicht?

    Einheit

    Ich habe die Idee in mir, „mich“ zu „einen“. Schon länger. Identitäten integrieren. Immer „ich selbst“ sein, egal in welcher Umgebung. Das heißt nicht, dass ich immer gleich sein will. Es heißt vielmehr, dass ich mir erlauben will, im Moment zu sein, ohne mein „Sein“ danach auszurichten, was meine Umgebung von mir erwartet.

    Oder von mir zu erwarten scheint. Denn wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung, was meine Umgebung von mir wirklich erwartet. Zumindest oft nicht. Ich rate dann. Und liege immer wieder daneben. Trotz reichlich Lebenserfahrung.

    Also: warum nicht so sein, wie ich in diesem Moment sein möchte? Unabhängig von den Erwartungen. Ich meine nicht, dass ich dann plötzlich anfangen will, alles auszudrücken, was mir in den Sinn kommt. Ich glaube nicht, dass ich dann mehr ich selbst wäre, als ich es jetzt bin. Wenn ich Gefühle in Handlungen ausdrücke, sie quasi auslebe, dann bin ich vielleicht meine Gefühle. Aber nicht ich. Ich konzentriere mich dann auf einen wirklich kleinen Teil meiner Selbst (oder meines Selbst) und lasse den „Rest“ von mir irgendwo verschwinden. Es ist in Ordnung, meine Gefühle zu fühlen. Und vielleicht will ich sie auch ausdrücken. Aber dann als Ganzes, als das Selbst, das ich bin. Und das aktuelle Gefühl ist nur ein Teil von mir.

    Zurück zum „Einen“. Ich will meine Identitäten einen, will ich Selbst sein. Ein Selbst. Ist es dann noch möglich, dem einen die eine Seite zu zeigen und dem anderen die andere Seite? Vermutlich schon. Selbst eine kleine Insel würde, aus unterschiedlichen Richtungen betrachtet, anders aussehen, andere „Seiten“ zeigen. Nur, dass diese Seiten immer gleich aussehen würden, egal, welcher Beobachter sie betrachtet. Die Seiten wären nach wie vor verschieden.

    Erlaubt

    Unter diesem Blickwinkel: Was ist erlaubt? Möglicherweise alles, was nicht absichtsvoll verletzen oder schaden will. Möglicherweise alles, was mit „guten Absichten“ gesagt wird. Und natürlich soll es gegen kein Gesetz verstoßen. Da bleibt noch eine ganze Menge.

    Und dennoch wird möglicherweise vieles von dem, was ich sagen will, bei einigen Menschen auf Ablehnung stoßen. Denn es wird an den Glaubenssystemen der Menschen rütteln und sie auffordern, das, was sie für möglich halten, zu hinterfragen. Vielleicht ist die Welt viel größer, als wir glauben. Vielleicht ist sie größer, als wir uns vorstellen können. Und vielleicht tun sich manche von uns schwerer, ihre Glaubenssysteme zu erweitern als andere. Witzigerweise tue ich mir tatsächlich auch ziemlich schwer damit. Ich weiß also, wovon ich rede.

    Wenn ihr also diese Texte in meinen Blogs lest, und es euch stört oder aufbringt, was ihr dort lest, dann nehmt wahr, dass gerade einfach nur an einem Glaubenssystem gerüttelt wurde, an eurer „Weite“. Das ist kein Problem. Ihr könnt abschalten, weiter blättern, schnell wieder vergessen. Oder ihr könnt euch damit beschäftigen. Zum Beispiel indem ihr es anderen erzählt. Und ja, auch darüber zu „lästern“ ist eine Art von Beschäftigung, wenn auch nicht meine bevorzugte. Und wenn alles gut läuft, dann hat das, was ihr gelesen habt, euer Glaubenssystem zumindest ein bisschen geöffnet. Jeder Tick zählt. Und dabei ist es nicht einmal wichtig, ob diese Öffnung dazu führt, dass ihr mir „glaubt“. Es genügt völlig, wenn euer System sich ein bisschen weitet. „Mehr“ für möglich hält.

    Und wie gehe ich mit er potentiellen „Ablehnung“ um, dem Wissen, dass ich vermutlich Erwartungen weniger entsprechen werde als bisher? Nun, möglicherweise ist das der Preis, den wir alle zahlen, wenn wir „eins“ werden, wenn wir den oder die leben, die wir wirklich sind. Ich bemerke, dass mein Mitgefühl größer wird. Es gibt viele Menschen da draußen, die nicht ihr Selbst leben, weil sie meinen, sich nicht zumuten zu können. Weil sie Angst vor Ablehnung oder sogar Isolation haben.

    In diesem Beitrag beschreibe ich meine Bedenken, die Richtung, aus der ich komme. Die „Lösung“ dieser Bedenken ist viel einfacher, als es scheinen mag:

    Liebe Dich Selbst. Liebe Dein Selbst.

    Und obwohl sie von der Idee her so einfach ist, ist die Umsetzung manchmal durchaus eine Herausforderung. Darum, um diese Herausforderung, soll es in diesem Blog hauptsächlich gehen. In anderen Beiträgen.

    Danke, dass Du das gelesen hast. Ich wünsche Dir, das Du erkennst, dass die Liebe Gottes immer bei Dir ist. Immer. Und jetzt hast Du auch noch die Strahlen der Liebe meines Selbst. Mögen sie Dich wärmen und nähren. Danke.

    31.12.2025