Gnade

Dieser Text wurde im Dezember 2025 erstellt.

GOTT ist gnädig

Sei gnädig zu Dir selbst und zu anderen

GOTT ist gnädig. Immer. Zu jeder Zeit. Zu jedem von uns. Ohne Ansehen der Person oder ihrer Taten. 

Wenn Du schon mehr von meiner Seite gelesen hast, dann weißt Du, dass ich den Begriff „GOTT“ nicht als Person meine und dass ich damit keine anderen Namen und Begriffe für das Wunder des Lichtes und der Liebe ausschließen will, Namen wie „Licht und Liebe“, „Alles was ist“, „das Universum“, „die Schöpfung“. Ich schließe auch keine Vorstellungen aus, die andere Nationen oder Kulturen GOTT geben. 

An etwas Höheres zu glauben tut uns gut. Meiner Ansicht nach ist es im Rahmen einer spirituellen Entwicklung unumgänglich. Doch allzu oft personalisieren wir dieses GÖTTLICHE. Wir stellen uns eine große Vater- oder Mutterfigur vor und versehen ihn oder sie mit menschlichen Eigenschaften. Und dann versuchen wir, uns so zu verhalten, wie wir glauben, dass GOTT es möchte.

Aber was, wenn GOTT uns liebt, egal was wir tun? Was, wenn seine / ihre Liebe so groß und allumfassend ist, dass sie im Stande ist, einem Mörder die gleiche Liebe entgegenzubringen wie einem Heiligen. Was, wenn diese Liebe einfach IST?

Was, wenn GOTT uns nicht bewertet nach dem, was wir tun oder glauben zu tun. Und anders herum: Können wir aufhören, GOTT nach unseren Maßstäben zu „bewerten“? Können wir die Konstanz der Liebe und die Tragkraft der Existenz GOTTES überhaupt begreifen?

Als ich heute früh aufgewacht bin, dachte ich an einen Geschäftspartner, der ein hohes Ziel hatte und es konsequent verfolgte. Das Ziel an sich erschien mir lobenswert. Seine technische Entwicklung war gut. Sein Produkt funktionierte am Markt und war sein Geld wert. Doch die Art, wie er seine Ziele verfolgte, schien mir „gnadenlos“. Vermutlich geschahen seine Aktionen nicht ganz freiwillig. Um sein Ziel zu erreichen, musste er im Markt vorwärtskommen, Schwierigkeiten überwinden, Finanzen beachten, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner und Mitarbeiter zufriedenstellen. Sicher könnte jemand einwenden, dass er möglicherweise sehr strikt agieren muss, wenn er sein Ziel in einem schwierigen Markt erreichen will.

Ist es das, worum es im Leben geht? Sich ein Ziel zu setzen und es zu erreichen? Mir ist bewusst, dass ich seine Handlungsweise als „gnadenlos“ empfinde, weil ich selbst Zeiten in meinem Leben hatte, in denen ich gnadenlos agiert habe. Du kannst nur das im anderen sehen, was Du auch in Dir selbst hast! Geht es darum, Ziele zu erreichen?

Und tun wir mal für einen Moment so, als wäre dieses „gnadenlos“, das ich bei ihm wahrgenommen habe, nicht nur eine Wiederspiegelung einer Eigenschaft in meinem Inneren, sondern tatsächlich etwas, das er lebt – wird GOTT ihn deshalb weniger lieben? Wird GOTT mich weniger lieben, weil ich irgendwann einmal genauso agiert habe? Und würde ich mir wünschen, dass GOTT ihn straft, weil er nicht in der Liebe lebt? 

Wenn ich sehr egoistisch bin, aber im Hinterkopf behalte, dass jede Behandlung auf alle Menschen gleichermaßen zutrifft – würde ich dann nicht sofort wollen, dass GOTT ihm vergibt, auf der Stelle. Würde ich nicht wollen, dass GOTT ihn liebt, über alle Maßen. Würde ich mir nicht wünschen, dass dieser Mensch sich geliebt fühlt und GOTTES Liebe sehr viel positives in seinem Leben bewirkt. 

Wenn allen Menschen gleich geschieht, und davon bin ich fest überzeugt, dann kann ich mir doch nur das Beste für diesen und jeden anderen Menschen wünschen. Denn wenn GOTT allen Menschen die gleiche Liebe entgegen bringt, ist dann Liebe für andere nicht die natürliche Folge. 

Und wenn vielleicht diese Liebe schon da ist, bei diesem Menschen und bei allen anderen – woran liegt es, dass ich sie nicht fühlen kann. Es heißt, GOTT ist Liebe. Kann es sein, dass ich das Nadelöhr bin. Kann ich vielleicht nur soviel Liebe aufnehmen, wie ich gerade für andere zulassen kann? Ist meine Fähigkeit zu lieben vielleicht der Maßstab, in dem mein System Liebe aufnimmt.

Kann ich gnädig zu mir sein, so gnädig wie GOTT es sicher ist? Kann ich Liebe für andere Menschen wünschen und zulassen? Kann ich damit meine eigene Fähigkeit, Liebe anzunehmen, vergrößern und die Liebe GOTTES, die vor meiner Tür wartet und unablässig um Einlass bittet, in einem größeren Ausmaß in mein Haus lassen?

Sei gnädig zu Dir selbst und zu anderen. Es könnte das Maß sein, in dem Du die Liebe GOTTES annehmen kannst. Diese Liebe ist so wundervoll, dass es keine Worte gibt sie zu beschreiben. Glaube mir, Du willst sie in Dein Haus lassen. Öffne die Türe weit, damit sie eintreten kann. Sei großzügig und voller Gnade, und wünsche Dir Gnade und Liebe auch für andere Menschen. Und Du wirst erfahren, wie es ist, mehr von GOTTES Liebe zu erfahren. 

Ich wünsche Dir alles Glück der Welt und ganz viel Liebe in Deinem weit geöffneten Herzen.