Innere Bilder loslassen und wieder leichter werden

Manche Erfahrungen hinterlassen Spuren, die uns lange begleiten. Aus Schmerz, Enttäuschung oder Überforderung entstehen innere Bilder, die unsere Wahrnehmung prägen und mit der Zeit zu seelischem Ballast werden können. Diese Bilder bewusst loszulassen kann helfen, wieder leichter zu werden, Vertrauen zu finden und den Blick für das zu öffnen, was im gegenwärtigen Augenblick wirklich da ist.

Liebe Freundin,

dein Schmerz ist groß, wir sehen das. Was du erlebt hast, kam unerwartet. Unsere Liebe ist mit dir. Es gibt vieles, was wir dir sagen könnten, doch ist es vor allem unser Wunsch, dir Mut zuzusprechen und dich unserer Liebe und der Liebe Gottes zu versichern. Wisse, du bist nicht allein. Du bist jetzt nicht allein, und du warst es nie. Es mag Zeiten gegeben haben, in denen es sich für dich anders angefühlt hat. Doch wisse, du bist niemals allein. Unsere Liebe ist mit dir, und die Liebe Gottes hüllt dich ganz und vollkommen ein.

Diese Worte sprechen wir zu dir und für dich. Sie sind gedacht, um dein Herz zu erreichen. Wir wünschen uns, dass diese Worte einen neuen Samen in dein Herz setzen. Erkenne, wer du bist. Mit diesen Worten setzen wir den Samen der Erkenntnis in dein Herz. Du hast dir ein Bild gemacht. Ein Bild von dir und ein Bild über die Welt.

Oh, wenn du nur erkennen könntest, was dich wirklich schmerzt. Es ist nicht die Welt, es sind nicht deine Erfahrungen. Was dich schmerzt sind die Bilder, die du dir gemacht hast. Du schaust auf dich und du schließt ein, was du an dir sehen magst und du schließt aus, was dir an dir nicht gefällt. Dann nimmst du diesen Blick, diese Auswahl, und überträgst sie auf die Welt. Du blickst auf andere und auf Ereignisse und entscheidest, zu begrüßen, was du sehen magst und abzulehnen, was du auch in dir abgewiesen hast.

Jetzt bist du gefangen in deinen Bildern und kannst nicht mehr erkennen, dass der Schmerz, den du empfindest, aus den Bildern kommt, die du gemacht hast, und nicht aus dem, was tatsächlich passiert.

Was würde wohl passieren, wenn du all diese Bilder, all die Bewertungen, in einem Augenblick loslassen könntest?

Vielleicht erlaubst du uns, dir eine Vorschau, einen Blick in die Möglichkeiten zu gewähren? Stell dir vor, nur für die die Dauer dieser Schau, du wärest in einem geschützten Raum. Ein Raum, in dem es keinen Angriff gibt und keinen Angreifer. In dem kein Vorwurf möglich ist, weder von anderen zu dir noch von dir zu anderen. Ein Raum, der so sicher und voller Liebe ist, dass du ganz gewiss sein kannst. Nichts wird dir hier Schmerz verursachen oder deine Integrität, deine Ganzheit stören.

Und jetzt stell dir vor, der Samen, den die Liebe in dein Herz gesetzt hat, leuchtet hell auf. Du siehst genauer hin, und du erkennst, dass der Samen ein Tor ist. Ein Tor zu einer Ebene der Realität, die so voller Licht und Liebe ist, dass die Strahlen selbst durch dieses kleine Tor hindurch mit Leichtigkeit dein ganzes Sein erfüllen können. Deine Aufmerksamkeit erlaubt es dem Samen, sich noch ein Stück weiter zu öffnen. Das Licht erstrahlt, hell und schön, und hüllt dich zunehmend ein. Du gibst dem Licht Zeit und es strahlt in jede Ecke deines Seins. Und während du die Schönheit des Lichtes bewunderst und die Wärme und die Erleuchtung genießt, die es mit sich bringt, bemerkst du zunehmend Bilder, die vereinzelt in bisher dunkleren Bereichen deines Seins erscheinen. Vielleicht erkennst du die Bilder nur als Schemen, die an dir vorbeiziehen, ohne dass du ihrer wirklich gewahr wirst. Vielleicht kannst du auch das eine oder andere Bild erkennen.

Es ist nicht wichtig, wie genau du die Bilder siehst. Konzentriere deine Aufmerksamkeit auf das Licht, dass durch das Samen-Tor hindurch dein ganzes Sein erfüllt. Bemerke, wie die Bilder, die auftauchen, als Schemen oder konkret oder irgendetwas dazwischen, von dem Licht beschienen werden. Bemerke, wie die Bilder beginnen, sich im Licht an den Kanten aufzulösen. Eines nach dem anderen. Zuerst lösen sich die Kanten der Bilder, dann strömt das Licht in das Innere der Bilder und löst sie mehr und mehr auf. Beobachte, wie sich das erste Bild in nichts auflöst, einfach verschwindet. Ein Bild nach dem anderen, dass du dir von dir, von deinem Leben und von der Welt gemacht hast, wird von dem wunderbaren Licht der Liebe beschienen. Das Licht hat die Kraft, Wahres zu stärken und Falsches aufzulösen. Bilder, die du dir machst, können immer nur den Moment festhalten. Schon im nächsten Moment kann die Sicht, der Blick, verändert sein, und das Bild ist falsch.

Bemerke, wie mehr und mehr Bilder vom Licht vollständig aufgelöst werden. Bemerke, wie weitere Bilder aus den Schatten deiner Selbst auftauchen und sich der Prüfung durch das Licht stellen. Vielleicht kannst du feststellen, dass Bilder aus bestimmten Bereichen deines Körpers auftauchen. Vielleicht sind das gerade die Bereiche deines Körpers, mit denen du Schwierigkeiten hast.

Erlaube deinem Sein weiter, Bilder aus den Schatten hervorzuheben und dem Licht zur Prüfung zu überreichen. Erlaube dem Licht weiterhin, jedes Bild, dass im Jetzt keine Wahrheit zeigt, aufzulösen. Vielleicht strömen aus vielen Bereichen deines Körpers Bilder ins Licht, um sich einer Wahrheitsprüfung zu stellen. Wisse – dein System gibt diese Bilder gerne ab! Was nicht wahr ist, dimmt dein Licht und füllt die Schatten. Erlaube dir, diesen Prozess zu genießen. Vielleicht kannst du spüren, wie du leichter wirst, während sich Bilder auflösen. Vielleicht spürst du , wie dir leichter wird.

Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit beim Licht. Beobachte, wie Bilder auftauchen und sich dem Licht stellen. Beobachte, wie Bilder vergehen. Erlaube dem Prozess, sich fortzusetzen, solange dir danach ist oder bis immer weniger Bilder sich ins Licht stellen. Die Schatten werden ihren Inhalt nicht auf einmal freigeben. Und das ist gut so.

Wenn du das Gefühl hast, dass es für den Moment genug ist, dann bedanke dich bei deinem System. Bedanke dich bei dem Licht für die Wärme, die Liebe, den Schutz. Vielleicht kannst du das Leben spüren, dass im Licht enthalten ist. Vielleicht fühlst du jetzt mehr Energie durch das Licht oder durch die Auflösung der Bilder. Bedanke dich auch bei den Schatten. Sie haben dich unterstützt durch ihre Bereitschaft, Bilder ins Licht zu schicken.

Lenke deine Aufmerksamkeit noch einmal auf das Licht. Lass dich noch einmal von der Liebe wärmen. Dann nimm einen tiefen Atemzug und komme langsam ins Hier und Jetzt. Nimm wahr, wie du dich jetzt fühlst. Fühle das Licht, die Liebe, vielleicht die Leichtigkeit und das Leben, in diesem Augenblick. Fühle die Wahrheit dieses Augenblicks.

Diese Zeilen sind für dich, liebe Freundin. Du hast nicht kommen sehen, was passiert ist. Wie oft trifft das auf euch zu. Du wurdest überrascht, vielleicht überwältigt. Also hast du dir Bilder gemacht, um das, was passiert ist, für später zu speichern. Es war zu viel, um es auf einmal zu bewältigen. Doch wisse: Die Bilder zu behalten verschleiert und verzerrt deine Wahrnehmung. Zu viele aufbewahrte Bilder in dir verhindern, dass du Wahrheit von Falschheit unterscheiden kannst. Dann gehst du falsche Wege und findest vielleicht nicht zurück ins Licht.

Nimm dir die Zeit, Bilder aus den Schatten aufsteigen zu lassen und sie der Prüfung des Lichtes zu unterziehen. Erlaube dir, dem Licht den Raum zu geben, Dein Gefühl von Wahr und Falsch wieder herzustellen. Erlaube dem Licht, dein Sein von innen heraus aufzufüllen. Erlaube dem Tor im Samen, dein ganzes Sein zu erleuchten. Erlaube dem Samen, den wir in dein Herz gepflanzt haben, zu wachsen und dir den Weg zum Licht zurück zu zeigen.

Wisse, du bist gesegnet. Du bist ein Kind Gottes. Du bist, was du schon immer wahrst und immer sein wirst – Du bist, wie Gott dich schuf. Und was auch passiert, du kannst niemals anders sein.

Wisse, du bist immer begleitet, immer unterstützt und immer beschützt. Du bist immer geliebt und du bist immer Liebe, auch dann, wenn deine inneren Bilder die Schatten vergrößern und dir den Blick auf das Licht verstellen. Der Weg zurück ist immer möglich. Das Licht wird dich immer finden und du wirst das Licht immer finden.

Wisse, die Wahrheit ist im Licht und das Licht ist die Wahrheit. Wir sind mit dir.

Alles Liebe

Aktuell:

Ein Moment der Dunkelheit. So dunkel, dass es das ganze Licht auszusperren scheint. Kein Ziel, kein Sinn. Wozu? Hoffnung scheint zu nichts zu führen. Und dann?

Anerkennung betritt die Bühne. Zuerst ganz leise, fast unsichtbar. Das Licht der Anerkennung vertreibt die ersten Schatten, erzeugt ein wenig Helligkeit.

Was wird anerkannt? Von wem? Der Wunsch nach Anerkennung ist tief in uns verwurzelt. In manchen mehr, in anderen weniger. Für die, die es brauchen, scheint es ein Lebenselixier zu sein, ohne das Leben sinnlos erscheint.

Das Selbst beginnt, das Selbst anzuerkennen. Das Licht wird heller, aber genügt es, um die Schatten zu vertreiben? Das Selbst ruft Helfer, Helfer des Lichtes. Die geistigen Begleiter senden Strahlen der Anerkennung, des Lichtes. Doch reicht es, um die Dunkelheit vollständig zu vertreiben?

Die Erkenntnis – das Licht der Anerkennung der geistigen Helfer war immer da. Die Frage ist: Können wir es zulassen? Können wir es in uns lassen? Erlauben wir uns, die Anerkennung, das Licht, anzunehmen?

Erlauben wir uns, den Widerstand gegen Anerkennung aufzugeben? Zuerst den Widerstand gegen Anerkennung durch unsere geistigen Helfer, dann den Widerstand gegen unsere Selbst-Anerkennung!

Stell dir vor, für einen Moment, wie wäre es, in Anerkennung zu baden.

Anerkennung für das, was gut gelaufen ist. Und Anerkennung für die Bemühung, wenn es nicht so gut gelaufen ist. Anerkennung für unser Lernen. Für unser Streben. Auch dann, wenn das Ergebnis nicht das war, was wir uns gewünscht hätten.

Können wir uns anerkennen dafür, dass wir in jedem Moment das geben, was in diesem Moment unser Bestes ist, egal wie es ausgeht? Können wir uns für unser reines Bemühen anerkennen?

Können wir die Anerkennung unserer geistigen Helfer annehmen, die zu jeder Zeit um unser Bemühen wissen und bereit sind, uns in allem zu unterstützen?

Wie fühlt es sich an, vollständig von Deinen Begleitern anerkannt zu werden und vollständige Anerkennung für dich selbst zu empfinden? Wieviel Anerkennung kannst du zulassen?

Wenn du keine vollständige Anerkennung zulassen kannst, wenn du das körperlich (noch) nicht fühlen kannst, kannst du dir vorstellen, wie es sich anfühlen würde? Kannst du dich in dieser Vorstellung, in diesem Gefühl ausdehnen?

Und was ist jetzt mit der Dunkelheit? Ist sie noch da? Was ist mit den Zielen? Braucht es sie jetzt noch? Und mit dem Sinn? Ist Anerkennung, vollständige Anerkennung, vielleicht Sinn genug?

Kannst du dir vorstellen, wie es wäre, diese vollständige Anerkennung für dich selbst zu jeder Zeit aufrecht zu erhalten?

Kannst du dir vorstellen, wie es wäre, soviel Anerkennung zu haben, dass du sie überfließen lassen kannst? Dass du die Menschen um dich herum anerkennen kannst? Nur für einen Moment – stell dir vor, du könntest die gleiche Anerkennung, die du für dich fühlen könntest, für die Menschen um dich herum empfinden? Für die Menschen, die du liebst? Dehne dich weiter aus. Für andere Menschen?

Und wie geht es jetzt der Hoffnung?

Vielleicht magst du noch einmal von oben anfangen, den Beitrag noch einmal lesen, die Anerkennung noch einmal in dein Leben lassen, zulassen das zu spüren, es in dir ausdehnen, dich in dieses Gefühl hineindehnen.

Und wie geht es dir jetzt?

Wenn dich meine Texte inspirieren oder berühren und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über einen freiwilligen Beitrag.

Ich bin nicht gemeinnützig anerkannt und kann daher keine Spendenquittungen ausstellen.